Packungsinhalt des GluePens

Bastelausrüstung: Der GluePen von Bosch – ein Testbericht

In jedem Haushalt geht schnell mal etwas zu Bruch und kleinere Handwerker- oder Bastelarbeiten stehen auf dem Plan. Ein unersetzliches Arbeitsgerät für solche Fälle ist die allseits bekannte Heißklebepistole. Blöd, wenn man so etwas Praktisches jedoch nicht besitzt. Vor einiger Zeit haben wir glücklicherweise jedoch eine Heißklebepistole vom Heimwerkerportal 1-2-do.com zum Testen bekommen. Super Timing, denn kurz zuvor hat Trottel Kathleen ihre gerade zum Geburtstag erhaltene, neue Lieblingstasse zerdeppert! Es war wirklich eine wunderschöne Tasse: filigran und mit zahlreichen Singvögeln bemalt. Nach dem Bruch sah sie jedoch nicht mehr ganz so gut aus:

Tassenscherben

Schade drum! Aber nun waren wir ja gut ausgestattet mit der neuen Heißklebepistole, womit man die Tasse doch wohl gut reparieren könnte! Bei der Klebepistole handelt es sich um den GluePen von Bosch. Eine kleine, handliche Variante, die auch nicht tropfen sollte. Also legte ich alles bereit um mit der Arbeit anzufangen.

Packungsinhalt des GluePens
In der Packung waren folgende Dinge enthalten: der GluePen natürlich (schön kompakt und handlich), die Bedienungsanleitung, vier Klebesticks und das Netzteil.

GluePen Verpackung

Bevor ich mit dem Kleben begann, las ich mir die Bedienungsanleitung durch, da ich ja so gut wie keine Erfahrung mit Heißklebepistolen hatte. Da stieß ich auch schon auf die ersten Punkte, die mich etwas verwirrten.

  • Auf der Packung stand nirgends, dass man auch Porzellan kleben könnte, in der Bedienungsanleitung jedoch schon. Da fragte ich mich, ob das Material dann vielleicht nicht so gut zu kleben sei?
  • Es gibt wohl auch unterschiedliche Arten des Klebesticks, je nachdem welches Material man kleben wollte – würden die in der Packung enthaltenden also Porzellan kleben können?
  • Skeptisch wurde ich auch bei dem Satz “Klebestellen lassen sich bei Bedarf durch Erhitzen wieder lösen.” Würde ich dann je wieder Tee aus der Tasse trinken können, der ja nun einmal heiß ist?

Drei Fragen also, die nur durch das Ausprobieren des GluePens beantwortet werden können.

Laut Bedienungsanleitung sollte man den GluePen vor der ersten Nutzung drei Stunden mit dem Netzteil aufladen. Für den Betrieb des aufgeladenen GluePens würde man das Netzteil nicht mehr brauchen. Also GluePen und Steckdose verbinden und warten…

Statusleuchte des GluePens

Stromstecker des GluePens

Leider hatte ich es nicht so mit der Geduld und stöpselte den noch immer blinkenden GluePen (ein Zeichen dafür, dass er noch nicht fertig aufgeladen war) schon bald wieder ab. Das Einführen des ersten Klebesticks gestaltete sich etwas schwierig, denn mit reinschieben und fertig war es nicht getan. Man musste erst noch ein wenig mit der Vorlauftaste nachhelfen bis der Klebestick nicht wieder rausfiel.

Einführen des Klebesticks

Die Starttaste muss man ein paar Sekunden gedrückt halten, damit der GluePen startet. Die Statusleuchte blinkt dann für bis zu 15 Sekunden und zeigt damit an, dass der GluePen sich aufheizt. Ganz praktisch ist, dass man den GluePen während des Aufheizens auf der Vorlauftaste abstellen kann.

Sobald die Leuchte aufhörte zu blinken fing ich also mit dem Kleben an. Ich hatte vorher schon ausprobiert, wie die Scherben am Besten zusammengefügt werden sollten. Sicherheitshalber fing ich aber mit der kürzesten zu klebenden Seite an.

Fester Kleber auf der Tassenscherbe

Schnell merkte ich, dass ich unglaublich fix sein musste damit der Kleber auf dem Porzellan nicht zu schnell abkühlt und hart wird.  In dem Fall ließen sich die Scherben überhaupt nicht mehr aufeinander fügen. Die Steuerung der Klebermenge, die auf dem Porzellan landete, war auch schwieriger als gedacht: Die Vorlauftaste drückt man Stück für Stück herunter, damit Kleber austritt. Jedoch kommt es manchmal dazu, dass entweder gar kein Kleber austritt (dann muss man etwas “pumpen”) oder sich die Vorlauftaste nicht gleichmäßig bedienen lässt und  entsprechend viel Kleber austritt.

Ich brauchte mehrere Anläufe um zu erkennen, dass der GluePen scheinbar tatsächlich nicht für Porzellan geeignet ist. Selbst der Tipp in der Bedienungsanleitung, dass man die Scherben mit einem Föhn erhitzen sollte (Stromverbrauch! Wie soll man die heißen Scherben denn anfassen?), funktionierte nur bedingt. Auch auf warmen Scherben erkaltete der Kleber so fix, dass das nahtlose Aneinanderfügen nicht möglich war.

Erkalteter Kleber

Ich gab bei der Tasse also auf. Jedoch wollte ich dem Glue Pen noch eine zweite Chance geben. Vor einiger Zeit entdeckte ich eine nette Idee um Untersetzer mit Hanffäden herzustellen. Das wollte ich ausprobieren und so schnitt ich Pappe in passender Größe zurecht. Der Hanffaden sollte von der Mitte aus in größer werdenden Runden auf die Pappe geklebt werden. Den Startpunkt festzusetzen war schon eine “heiße” Angelegenheit, denn ich musste den Faden mit dem Finger auf der Pappe festhalten, wobei man natürlich mit dem heißen Kleber in Kontakt kommt. Auch im weiteren Verlauf der Bastelei sollte das mehrmals der Fall sein.

Verklebter Endfaden an der Unterseite des Untersetzers

Startfaden an der Oberseite des Untersetzers

Auch hier war es wieder schwierig, die Menge des austretenden Klebers zu kontrollieren und nicht mit ihm in Kontakt zu kommen. Bei dieser langwierigen Arbeit kam es auch vor, dass sich der GluePen aus Sicherheitsgründen, wenn er sich zu stark erhitzte, ausschaltete. Da ich die Statusleuchte aufgrund meiner Handposition jedoch nicht immer sehen konnte, wunderte ich mich dann jedes Mal, warum der Kleber zäher wurde. Ein Schwenk mit dem GluePen und ich wusste den Grund.

Hier seht ihr, wie das Arbeiten mit dem GluePen bei diesem Projekt in etwa abläuft:

Obwohl ich recht lange an den Untersetzern arbeitete und man für den GluePen recht viel Übung braucht ist das Ergebnis doch recht schön geworden. Als ich mit allen vier Untersetzern fertig war, entschied ich mich dafür, sie meiner Schwester zu schenken, die sich an ihrem Geburtstag riesig darüber freute.

Auch wenn der GluePen eine kleine Diva ist, werden wir ihn in Zukunft wohl öfters mal einsetzen. Für meine Tasse allerdings werde ich wohl die Scherben-Klinik aufsuchen müssen ;)

Selbstgemachte Untersetzer im Einsatz

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