Brot backen leicht gemacht

Zu Weihnachten hatte ich ein Backbuch geschenkt bekommen. Ich hatte es vorher bei meiner Schwester gesehen und war wohl so begeistert davon, dass meine Eltern es mir direkt schenken mussten. Da ich nun sehr gern backe, aber nicht jede Woche einen Kuchen machen kann (da würde ich ja meine Freizeit nur noch im Fitnessstudio verbringen dürfen ;) ), habe ich mich dazu entschlossen mit dem Kapitel für Brote & Brötchen anzufangen.

Mein erster Versuch war ein Kraftbrot mit Haselnüssen, Walnüssen und Möhren. Ganz gut hat es ja geschmeckt, aber uns gefielen die Walnüsse darin nicht besondern und das Brot ist auch nicht so schön aufgegangen, wie ich das erhofft hatte. Beim zweiten Mal habe ich mich an einem Feigenbrot versucht. Das ist zwar super gelungen und hat auch ganz toll geschmeckt, aber danach konnte ich das auch nicht mehr sehen und Julians Fall waren die Feigen auch nicht so… Also musste ein “normales” Brot her. Ich legte das Backbuch Julian vor die Nase und er hat sich direkt für das erste in dem Kapitel entschieden: ein rundes Krustenweißbrot. Einige Zeit später lag das Prachtstück dann auch bei uns auf dem Tisch und es hat jedem ausgezeichnet geschmeckt. Das Brot werden wir also auf jeden Fall noch einmal machen!

Zwischenzeitlich habe ich auch wieder ein Feigenbrot für meine Eltern gebackten, das ich aber nicht angerührt habe, weil mir ein Brot erst einmal gereicht hatte. Meinen Eltern hat es aber auch sehr gut geschmeckt!

Da ich noch einen Hokkaido-Kürbis auf dem Dachboden hatte, der durch die akuten Minusgrade draußen leider Frostbeulen bekommen hatte, musste jener also auch langsam mal verbraucht werden. Dazu stand in meinem Backbuch zwar auch ein Rezept, aber ich hatte auch eines von meiner Mutter bekommen. Da der Kürbis aber nun sehr groß war, konnte bzw. musste ich sogar drei Brote backen. Somit habe ich das Rezept meiner Mutter zweimal angewendet und einmal das aus dem Backbuch. Das erste Kürbisbrot, nach dem Rezept meiner Mutter, ist durch das Bestreichen mit Eigelb leider sehr braun wenn nicht sogar schwarz auf der Kruste geworden. Man konnte es aber dennoch sehr gut essen, wenn man die verkohlte Kruste abschnitt. Das zweite Brot war nach dem Rezept aus dem Buch gebacken. Da ich es erst spät abends gemacht hatte, hatte ich um 23:30 Uhr keine Lust mehr zu waren und nahm es leider zu früh aus dem Backofen. Dadurch war es innen noch etwas matschig. Aber da alle guten Dinge ja bekanntlich Drei sind, habe ich es noch einmal versucht. Beim dritten Brot habe ich das Rezept meiner Mutter wieder verwendet, aber diesmal das Eigelb weggelassen und nach Augenmaß gebacken. Als ich dachte, dass es fertig wäre, nahm ich es raus und siehe da: Es war das perkefte Brot! Leider kann ich Kürbisbrot nun mittlerweile auch nicht mehr sehen, da das Backen von drei solchen Broten an drei aufeinanderfolgenden Tagen nach der Arbeit doch etwas sehr schlaucht…

Nichtsdestotrotz ist hier das Rezept meiner Mutter für das Kürbisbrot:

  • 500g Weizenmehl
  • 1 gestr. TL Salz
  • 40g Butter
  • 50g Zucker
  • 1 Pk. Trockenhefe
  • 350g Kürbisfleisch (Hokkaido)

Zubereitung:

1. Den Kürbis putzen, klein schneiden und in Wasser weich kochen. Beim Hokkaido-Kürbis kann die Schale mit verarbeitet werden. Wenn das Kürbisfleich weich ist, das Wasser abgießen und den Kürbis pürieren. Die Masse abkühlen lassen.

2. Mehl mit Trockenhefe gut mischen. Alle übrigen Zutaten dazugeben und mit dem Knethaken erst auf kleiner dann auch höchster Stufe in ca. 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Der Teig darf nicht klebrig sein., ansonsten etwas Mehl dazugeben. Den Teig etwas mit Mehl bestäuben und zugedeckt an einer warmen Stelle ca. eine halbe Stunde gehen lassen bis er sich sichtbar vergrößert hat. Falls man keine einheitlich warme Stelle für den Teig hat, kann man auch gut eine Wärmflasche unter die Schüssel legen ;)

3. Den Teig nochmals kneten und zu einem länglichen Oval formen. Eine Kastenform mit Butter fetten und den Teig hineinlegen. Den Teig oben der Länge nach ca. einen Zentimeter einschneiden ohne zu drücken. Danach nocheinmal warm stellen, bis er sich wiederum vergrößert hat.

4. Den Ofen vorheizen. Danach das Brot bei 180°C Heißluft ca. eine halbe Stunde, ansonsten nach Augenmaß, backen. Für eine feste Kruste kann die Oberfläche von Zeit zu Zeit mit Wasser bestrichen werden. Das Brot ist fertig, wenn es hohl klingt, wenn man von oben darauf klopft.

5. Das Brot aus dem Ofen nehmen und auf einem Kuchenrost erkalten lassen.

 

Das erste Feigenbrot
Das aufgeschnittene Feigenbrot. Sehr interessant waren die kleinen Kerne in den Feigen, die sich durchs Kneten im ganzen Teig verteilt haben und beim Draufbeißen lustig knacken.
Das aufgeschnittene runde Krustenweißbrot.
Dieses Kürbisbrot hätte noch etwas länger im Ofen bleiben können.
Das letzte gebackene Kürbisbrot.
Die Kürbisbrote nebeneinander. Das erste war zu lange im Backofen, das zweite zu kurz und das dritte genau richtig.
Die aufgeschnittenen Kürbisbrote. In der Mitte sieht man, wie matschig das Brot noch ist.

1 Kommentar zu “Brot backen leicht gemacht

  1. Ja wie man sieht, Übung macht den Meister. Das Kürbisbrot braucht man wirklich nur einmal im Jahr backen. Es schmeckt aber sehr lecker. Das Feigenbrot habe ich selbst noch nicht gebacken, aber schon gegessen. Ist auch empfehlenswert mal nachzubacken.

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