Hand in Hand

Corona und wir

Gibt es eigentlich irgendwelche Nachrichten, die sich nicht mit dem Corona-Virus beschäftigen? Infektionszahlen, Ausbreitungsstatistiken, Eindämmungsmaßnahmen der Regierungung und die drohende Ausgangssperre. Im Supermarkt Menschen mit Schutzmasken udn leere Regale. Was macht das alles eigentlich mit uns ganz persönlich? Ein Erfahrungsbericht, wie Tristan und ich aktuell mit dem Thema umgehen.

Wir sind gesund, zum Glück. Wie eine andere Kitamutter meinte, die wir gestern getroffen haben: „So gesund wie nie“. Keine Rotznase, kein ständiges Husten. Der einzige Vorteil, wenn das Kind nicht ständig Kitakeime mit nach Hause bringt. Das wars dann aber auch mit den Vorteilen. Letzte Woche wollten wir noch zu meinen Eltern, bevor es richtig ernst werden würde. Das klappte leider nicht, da mein Vater dann auch krank wurde (nur eine Erkältung, aber man weiß ja nie)! Als er endlich wieder gesund war, durften keine Touristen mehr in andere Bundesländer. Also auch wir nicht nach Mecklenburg-Vorpommern.

Da waren dann Tristan und ich nun, mit einer Woche Urlaub im Gepäck und der Aussicht, niemanden treffen zu dürfen. Vorerst blieben uns drei Optionen: Komplett drinnen bleiben, den Balkon ausgiebig nutzen und den Kleingarten nutzen.

Kleingarten? Dort geht es momentan jeden Tag für ein paar Stunden hin. Der Kleingarten ist 800 Meter vom Haus entfernt. Erst 100 Meter Gehweg an der Straße, dann durch den ersten Teil des Kleingartenvereins, einmal über eine breite Kreuzung und direkt wieder auf dem Weg des Kleingartenvereins. Kontakt mit anderen Menschen ist eher weniger vorhanden.

Unsere aktuelle Arbeitsfläche

Ob sowas wohl moralisch vertretbar ist? Ich finde es ehrlich gesagt okay. Wir hatten seit über einer Woche keinen direkten Kontakt mehr mit anderen. Gespräche auf dem Weg fanden in 2 Meter Entfernung statt und waren maximal 5 Minuten lang. Wenn man sich an die offiziellen Abstandsempfehlungen hält, ist eine Ansteckungsgefahr quasi nicht vorhanden gewesen.

Den Balkon sparen wir uns aktuell für die Zeit auf, wenn die Ausgangssperre kommt. Und sie wird kommen. Denn viel zu viele Menschen treffen sich nach wie vor, besuchen Freunde, feiern sogar Partys.

Arbeiten auf dem Balkon

Ich hoffe natürlich, dass wir, also Eltern mit Kindern, trotzdem noch nach draußen dürfen. Denn ein Kind über zwei Wochen in einer Wohnung einzusperren ist grausam. Dazu kommt das Home Office. Ab Montag muss auch ich wieder arbeiten. Und wenn alle 2 Minuten ein quakendes „Maaaaammmmaaaa!“ aus irgendeiner Ecke der Wohnung kommt, weiß ich nicht, wie viel Produktivität da tatsächlich rum kommt.

Man merkt jetzt schon, dass der soziale Entzug sich auch auf die Kinder auswirkt, denn sie machen in ihrer Entwicklung Rückschritte. Auch Tristan hat sich wieder Sachen angewöhnt, die wir schon lange hinter uns hatten.

Und dann ist da die unterschwellige Angst, befeuert durch die Panikmache im Internet. Tristan udn ich gehören nicht zur Risikogruppe, aber auch kerngesunde Menschen können schwer an Covid-19 erkranken. Mehr Sorgen mache ich mir jedoch um meine Eltern und meine Schwester. Sie gehören leider zur Risikogruppe und ich hoffe so sehr, dass sie gesund bleiben!

Ameisen beobachten im Kleingarten

Tiere entdecken

Gewappnet mit einer guten Basis an Lebensmitteln (ja, wenn man ein Kind hat, das nur bestimmte Sachen isst, muss das sein), mit allem möglichen Bastelmaterial, das bisher auf Dachboden und im Keller verstaubte, und mit neuen Büchern und Spielen, versuche ich den nächsten Wochen einigermaßen positiv entgegenzusehen. Wir haben ja noch den Balkon. Und so langsam müssen Paprikas und Tomaten wirklich in die Erde. Da macht Tristan bestimmt gern mit.

Wie haltet ihr es mit der Corona-Krise? Bleibt ihr zu Hause? Findet ihr die Maßnahmen der Regierung gerechtfertigt oder übertrieben? Habt ihr Angst vor dem Virus?

Bleibt in allen Fällen gesund ihr Lieben!

Eure Kathleen

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